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Berufsbezogene soziale Kompetenztrainings

Berufsbezogene soziale Kompetenztrainings

Eine der Ursachen für die unzureichende Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bei Menschen aus dem Autismus-Spektrum ist u.a. der Mangel an sozialer und kommunikativer Kompetenz.

Missverständnisse in der Kommunikation und das Misslingen in der Interaktion sind in beruflichen Situationen an der Tagesordnung. Dadurch sind sie z.B. in Vorstellungsgesprächen benachteiligt oder es kommt im betrieblichen Alltag zu diversen Problemen, die eine Kündigung nach sich ziehen oder zu Überforderungssituationen mit psychischen Folgeerkrankungen führen können. Außerdem wird häufig das Verhalten eines Menschen aus dem autistischen Spektrum aus Sicht und Unwissenheit der Kollegen und Vorgesetzten nicht als gesellschaftskonform gedeutet, weshalb sie auch oft zu Mobbing-Opfern werden.
Sie benötigen nicht nur Unterstützung beim Erwerb der arbeitstechnischen Voraussetzungen sondern insbesondere Hilfe, um soziale Regeln zu verstehen, eine angemessene Form des sprachlichen Ausdrucks zu wählen, kommunikative Defizite zu kompensieren, Mimik und Gestik angemessen zu interpretieren und sprachbegleitend einzusetzen, Empathie für andere Menschen herauszubilden und die Fähigkeit zu entwickeln, Gefühle anderer Menschen wahrzunehmen und angemessen darauf zu reagieren.

Soziale Trainingsmaßnahmen können im Rahmen der beruflichen Rehabilitation für diesen Personenkreis einen wichtigen Baustein darstellen, da sie die Integration und die Orientierung in der Arbeitswelt ermöglichen.

Ziele des Sozialtrainings

Das Sozialtraining unterstützt Menschen aus dem Autismus-Spektrum, sozial und kommunikativ angemessene Verhaltensweisen zu erwerben.

Sie sollen befähigt werden, einen Teil der sozial-kommunikativen Beeinträchtigungen zu kompensieren und bestmöglich mit anderen Menschen in sozialen Bezügen zu interagieren.

Der Zuwachs an sozialer und kommunikativer Kompetenz, der durch das Sozialtraining erreicht wird, gilt als Grundvoraussetzung für die Integration in Arbeit und gewährleistet den langfristigen Verbleib auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Ziele des Sozialtrainings sind

  • die Steigerung von sozialen und kommunikativen Kompetenzen
  • die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen wie Kooperationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Flexibilität und Kreativität
  • die Erhöhung des Selbstwertgefühls
  • die Verringerung der sozialen Isolation
  • die Förderung der beruflichen Orientierung
  • die Vermittlung von Bewerbungswissen
  • Körpersprache erkennen und anwenden
  • Das Erlernen und Verstehen sozialer und auf den Berufsalltag bezogener Regeln (z.B.Umgangsformen und Höflichkeitsregeln)

Zielgruppe

Das Sozialtraining richtet sich an Jugendliche, junge Erwachsene und Erwachsene mit einer Diagnose aus dem Autismus-Spektrum, die als Schulabgänger auf der Suche nach einer beruflichen Perspektive, Ausbildung oder einem Studium sind und Berufsabsolventen oder Personen, die im Arbeitsleben standen bzw. stehen und einen Arbeitsplatz oder eine neue Beschäftigung suchen.

 

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